GELD!!!!

Wenn Du Deine Kosten nicht aus eigenen Mitteln decken kannst, gibt es eventuell verschiedene Möglichkeiten, die für Dich in Frage kommen könnten:

ALG I

Arbeitslos geworden und arbeitssuchend

Jeder Arbeitslose hat Anspruch auf Arbeitslosengeld I:

  • der sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet und die Anwartschaftszeit erfüllt hat

(Das heißt, dass die Person innerhalb der letzten zwei Jahre mindestens 12 Monate lang in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis gestanden hat.)

 

ODER

  • Personen, die zwar nicht in einem herkömmlichen Arbeitsverhältnis standen, aber Elternzeit oder Wehr- oder Zivildienstzeit abgeleistet haben
  • Personen die in der Ausbildung standen

In dieser Zeit waren sie versicherungspflichtig und haben daher Anspruch auf Arbeitslosengeld I.

 

Wenn klar ist, dass Du arbeitslos wirst oder bereits bist:

  • Melde Dich sofort arbeitsuchend
  • Melde Dich spätestens 3 Monate vor dem Ende des Arbeitsverhältnisses
  • Melde Dich persönlich arbeitslos
  • Füll den Antrag auf Arbeitslosengeld aus
ALG II

Auf Arbeitslosengeld II besteht ein Anspruch, wenn Folgendes zutrifft:

  • Du über 15 Jahre alt bist und das Renteneintrittsalter (65-67 Jahre) noch nicht erreicht hast
  • Dein gewöhnlicher Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland liegt
  • Du mindestens 3 Stunden pro Tag arbeiten kannst
  • Du nicht beschäftigt bist oder Dein Einkommen unter dem Existenzminimum liegt
  • Du kein Vermögen hast, von dem gelebt werden könnte und müsste

 

U 25 Teams

Jobcenter (ALG II nach dem SGBII) von der team.arbeit.hamburg

Die Zuständigkeit der Jobcenter richtet sich nach den Bezirken. Jeder Bezirk hält gesondert ein U 25 Team vor, d.h. diese sind speziell für junge Menschen unter 25 Jahren zuständig. Anmeldungen sind während der Öffnungszeit nicht notwendig, doch solltest Du ausreichend Zeit mitbringen und Dich auf ggf. längere Wartezeiten einstellen. Generell ist es sinnvoll früh dort zu sein.

 

WICHTIG:

Niemals eine mündliche Ablehnung akzeptieren, lass Dir alles schriftlich geben, das ist wichtig um deine Rechte durchsetzen zu können. Z.B. könnte es sein, dass es zu einer nicht gerechtfertigten Ablehnung kommt. Mit dem Bescheid kannst Du dich an jemanden wenden, beispielsweise an Deine Betreuerin / Deinen Betreuer, die Dich dann ggf. bei der Durchsetzung Deiner Rechte unterstützt können.

Unterstützung kannst Du aber auch bei Home Support, einer Jugendberatungsstelle, einer sozialen Beratungsstelle und oder der ÖRA bekommen.

Diese Stellen unterstützen Dich bei der Durchsetzung Deiner Rechte und weiteren Herausforderungen oder vermitteln Dich an entsprechende Stellen.

Kindergeld

Beim Kindergeld handelt es sich um keine Sozialleistung und muss beantragt werden.

Wer ist kindergeldberechtigt?

  • Grundsätzlich ist jeder kindergeldberechtigt, der seinen Wohnsitz in Deutschland und Kinder hat
  • Unabhängig von der Staatsangehörigkeit erhalten Eltern Kindergeld deren Kinder in Deutschland ihren Wohnsitz haben
  • Berücksichtigt werden: leibliche oder Adoptivkinder, Stief- und Enkelkinder als auch Pflegekinder, die der Antragssteller dauerhaft im Haushalt aufgenommen hat
  • Gezahlt wird das Kindergeld in der Regel bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres
    • Das Geld wird dann automatisch eingestellt, es sei denn die Eltern weisen nach, dass weiterhin eine Berechtigung vorliegt

Kindergeldberechtigter Elternteil

  • Ist in der Regel der Elternteil, der das Kind im Haushalt aufgenommen hat
  • Lebt das Kind bei keinem Elternteil, ist der Elternteil berechtigt, welcher dem Kind einen höheren Barunterhalt zahlt
  • Zahlen die Eltern keinen Barunterhalt oder in gleicher Höhe, können die Eltern sich einigen, wer kindergeldberechtigt sein soll

Voraussetzungen für volljährige Kinder

  • für behinderte Kinder, welche sich nicht selbst versorgen können – ohne Altersbeschränkung WICHTIG hierbei: dass die Behinderung vor dem vollendeten 25 Lebensjahr eingetreten ist
  • Eltern sind für volljährige Kinder berechtigt, wenn
    • sie sich in einer Schul-, Hochschul- oder auch Berufsausbildung bis zum vollendeten 25. Lebensjahr befinden
    • nachweisbar einen Ausbildungsplatz suchen
    • oder ein freiwilliges ökologisches absolvieren
    • oder ein soziales Jahr absolvieren
  • Bis zur Vollendung des 21. Lebensjahrs sind Eltern berechtigt, wenn die Kinder arbeitssuchend gemeldet sind

Kindergeldanspruch nach beendeter Berufsausbildung oder des Erststudiums

Nach einer abgeschlossenen ersten Berufsausbildung oder des Erststudiums sind Eltern für Kinder nur noch berechtigt, Kindergeld zu beziehen,

  • nur berechtigt, wenn das Kind unter 25 Jahre alt ist und die Eltern nachweisen, dass das Kind weiterhin einer Ausbildung für einen Beruf nachgeht oder ein Anschlussstudium absolviert
    • WICHTIG: das Kind darf nicht über 20 Stunden in der Woche erwerbstätig sein!!!

(Eine Beschäftigung bis 450 Euro im Monat wirkt sich allerdings nicht negativ auf den Kindergeldanspruch aus!!!)

Kindergeldanspruch für verheiratete Kinder

„Eltern haben für ihre

  • verheirateten oder in eingetragener Lebenspartnerschaft lebenden Kinder
  • in Ausbildung oder Studium
  • bis zum 25. Geburtstag

ohne Einschränkungen einen Kindergeldanspruch.

Zu dieser Entscheidung kam der Bundesfinanzhof (BFH) mit Urteil unter dem Az.: III R 22/13 vom 17.10.2013, welche am 22.01.2014 in einer Pressemitteilung veröffentlicht wurde. Damit sorgt der BFH für eine klare höchstrichterliche Rechtsprechung.“ (http://www.kindergeld.org/kindergeld-fuer-verheiratete-kinder.html, 12.01.18)

„Abzweigungsantrag Kindergeld – Abzweigung

Abzweigung des Kindergeldes an ein volljähriges Kind gem. § 74 EStG

 

Unter dem Abzweigungsantrag versteht man die Abzweigung des Kindergeldes an ein volljähriges Kind, wenn die Eltern ihrer Unterhaltspflicht nicht oder nicht ausreichend nachkommen. Der Anspruchsberechtigte, also in Normalfall die Eltern, ändert sich dadurch nicht. Hintergrund ist, dass es sich beim Kindergeld um eine Leistung handelt, die den Kindern zugutekommen soll. Voraussetzung ist, dass ein Kindergeldanspruch noch besteht, beispielsweise bei Kindern bis zum 25. Lebensjahr in Ausbildung oder ohne Altersbeschränkung, falls eine Behinderung vorliegt.

Kinder können im Normalfall keinen eigenen Kindergeldantrag stellen, da es den Eltern zusteht. Bezugsberechtigt ist immer nur ein Elternteil. Leben die Eltern gemeinsam mit dem Kind in einem Haushalt, treffen sie selbst Vereinbarungen, wer den Kindergeldantrag steht. Wohnen Eltern getrennt, so erhält derjenige Elternteil das Kindergeld, bei dem das Kind lebt. Hat das Kind bereits einen eigenen Haushalt und wohnt nicht mehr bei den Eltern (üblich z.B. bei Studenten, die in einer WG wohnen), so erhält der Elternteil das Kindergeld, der den höheren Barunterhalt an das Kind zahlt leistet. Wird von beiden Eltern Unterhalt in gleicher Höhe oder gar kein Unterhalt gezahlt, müssen die Eltern eine Regelung untereinander treffen, wer das Kindergeld beantragt und erhält.“ (http://www.kindergeld.org/abzweigungsantrag-kindergeld.html,12.01.18)

Wohngeld

Wohngeld ist ein Zuschuss zur Miete und bei der Wohngeldstelle zu beantragen.

 

Wer erhält Wohngeld?

Es gibt zwei Personengruppen, die wohngeldberechtigt sind – Mieter und Eigentümer. Dementsprechend gibt es auch zwei Arten des Wohngeldes: den Mietzuschuss (Mieter) und den Lastenzuschuss (Eigentümer). Für die Berechnung (die weiter unten vorgestellt wird) macht die Unterscheidung der Beiden keinen Unterschied. Es zählt prinzipiell, dass alle einkommensschwachen BürgerInnen Anspruch auf Wohngeld haben. Dennoch wird hier im Weiteren das Augenmerk auf den Mietzuschuss gelegt.

Den Mietzuschuss erhalten alle, die

  • Mieter einer Wohnung sind;
  • in einem dem Mietverhältnis ähnlichen Rechtsverhältnis stehen
  • (in bestimmten Ausnahmefällen) Eigentümer eines Mehrfamilienhauses sind, in dem sie selbst eine Wohnung für eigene Wohnzwecke benutzen;
  • Heimbewohner.

Nicht wohngeldberechtigt sind Empfänger von:

  • ALG II, sofern darin die Kosten für die Unterkunft enthalten ist
  • Sozialgeld
  • Leistungen für Unterkunft und Heizung nach SGB II (ALG II)
  • Übergangsgelder in Höhe des Betrages des ALG II
  • Verletztengeld in Höhe des Betrages des ALG II

 

Wohngeld nur bis zu einer Einkommenshöchstgrenze

Die folgenden Werte beziehen sich nicht auf das tatsächliche Einkommen, sondern berücksichtigen den Abzug aller absetzbaren Kosten und Pauschalbeträge bei der Wohngeld Berechnung.

  • Für einen Einpersonenhaushalt liegt die Höchstgrenze bei einem absoluten Monatseinkommen von 830 Euro.
  • Bei Haushalten, die aus mehreren Familienmitgliedern bestehen gelten folgende Höchstgrenzen bei jeweiligen Gesamtmonatseinkommen:
    • für einen Zweipersonenhaushalt 1140 Euro
    • für einen Dreipersonenhaushalt 1390 Euro
    • für einen Vierpersonenhaushalt 1830 Euro.

Übersteigt das Monatseinkommen diese Höchstwerte, dann besteht kein Anspruch auf Wohngeld.

 

Berechnung des Wohngeldes

Für die Berechnung sind drei Faktoren ausschlaggebend:

  1. das Einkommen
    2. die Anzahl der Familienmitglieder
    3. die Höhe der Miete oder der Belastung

Die Wohngeldstelle ermittelt aus diesen 3 Faktoren die Höhe des Zuschusses zu den Wohnkosten.

 

Hier ein Wohngeldrechner:

http://www.wohngeld.org/wohngeldrechner.html

 

Wo kannst Du das Wohngeld beantragen?

Die Zuständigkeit richtet sich nach der für die Wohnadresse – für die das Wohngeld beantragt werden soll – zuständigen Wohngelddienststelle.

Welche Wohngeldstelle für dich in Frage kommt findest du unter: www.hamburg.de/behoerdenfinder/hamburg/11268762/?iasonQuery=wohngeldstelle 

 

Was ist zur Wohngeldstelle mitzubringen?

Erforderliche Unterlagen

  • Ausgefüllter Antrag auf Wohngeld,
  • Personaldokumente (Personalausweis, Reisepass bzw. Aufenthaltsbescheinigung – mit Meldebestätigung),
  • Mietvertrag,
  • letzte Mietänderung,
  • aktuelle Mietquittung (Kontoauszug oder Zahlbeleg),
  • Kaltwasserabrechnung,
  • Einkommensnachweise.

Weitere Unterlagen sind vom Einzelfall abhängig.

 

Fristen

Ein Antrag gilt ab dem Monat des Eingangs in der Wohngeldstelle!!

BAföG

Es gibt auch die Möglichkeit, dass BAföG für Dich in Frage kommt!?

Der Gedanke des BAföG ist, dass eine gute Ausbildung nicht an den finanziellen Mitteln scheitern sollte.

Ob die von Dir angestrebte Ausbildung nach dem BAföG gefördert werden kann, ist vornehmlich von der Beantwortung folgender Fragen abhängig:

  • Ist Deine Ausbildung förderungsfähig?
  • Erfüllst Du die persönlichen Förderungsvoraussetzungen?
  • Ist Dein Ausbildungsbedarf nicht durch eigenes Einkommen und Vermögen sowie das Einkommen Deiner Ehepartnerin, Deines Ehepartners, Deiner eingetragenen Lebenspartnerin, Deines eingetragenen Lebenspartners und Deiner Eltern gedeckt?

 

Was heißt das und welche Ausbildung ist förderungsfähig?

„BAföG gibt es nicht nur für das Studium an Hochschulen, sondern auch für den Besuch anderer weiterführender Bildungsstätten.

Ausbildungsförderung wird gemäß § 2 BAföG geleistet für den Besuch von

  1. weiterführenden allgemeinbildenden Schulen (z.B. Haupt-, Real- und Gesamtschulen, Gymnasien) ab Klasse 10 [§ 2 Abs. 1 Nr. 1 BAföG],
  2. Berufsfachschulen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, einschließlich der Klassen aller Formen der beruflichen Grundbildung (z. B. Berufsvorbereitungsjahr), ab Klasse 10 [§ 2 Abs. 1 Nr. 1 BAföG],
  3. Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt [§ 2 Abs. 1 Nr. 1 BAföG],
  4. Berufsfachschulklassen und Fachschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, sofern sie in einem zumindest zweijährigen Bildungsgang einen berufsqualifizierenden Abschluss vermitteln [§ 2 Abs. 1 Nr. 2 BAföG],
  5. Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt [§ 2 Abs. 1 Nr. 3 BAföG],
  6. Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen, Abendgymnasien und Kollegs [§ 2 Abs. 1 Nr. 4 BAföG],
  7. Höheren Fachschulen und Akademien [§ 2 Abs. 1 Nr. 5 BAföG],
  8. Hochschulen [§ 2 Abs. 1 Nr. 6 BAföG].

Wichtig:

Schüler/innen, die eine der hier unter 1. bis 3. genannten Schulen besuchen, erhalten nur dann Förderung, wenn sie nicht bei den Eltern wohnen und notwendig auswärts untergebracht sind.

Schüler/innen sind notwendig auswärts untergebracht, wenn

  • von der Wohnung der Eltern aus eine entsprechende zumutbare Ausbildungsstätte – z. B. wegen der Entfernung – nicht erreichbar ist,
  • sie einen eigenen Haushalt führen und verheiratet oder in eingetragener Lebenspartnerschaft verbunden sind oder waren,
  • sie einen eigenen Haushalt führen und mit mindestens einem Kind zusammenleben.

Betriebliche oder überbetriebliche Ausbildungen – so genannte Ausbildungen im dualen System – können nach dem BAföG nicht gefördert werden; dies gilt auch für den Besuch der Berufsschule.“ (www.bafög.de/de/welche-ausbildung-ist-foerderungsfaehig–369.php, 12.01.2018)

 

Du kannst auch einfach bei Deiner Schule nachfragen, denn die sollten das wissen, ob sie förderungsfähig sind oder nicht.

 

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

  • grundsätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit
  • oder ein in § 8 aufgeführter aufenthaltsrechtlicher Status
  • die allgemeine Eignung für die gewählte Ausbildung und das Nichtüberschreiten der Altersgrenze. § 10

§ 8 BAföG. Neben Deutschen sind auch viele Ausländer/innen BAföG-berechtigt. Vom Grundsatz förderungsberechtigt sind Ausländer/innen, die eine Bleibeperspektive in Deutschland haben und bereits gesellschaftlich integriert sind. Dies sind beispielsweise Personen mit einem Daueraufenthaltsrecht nach dem Freizügigkeitsgesetz/EU, einer Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG oder einer Niederlassungserlaubnis. Da die gesetzliche Regelung sehr vielschichtig ist, empfiehlt sich die frühzeitige Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.“ (www.bafög.de/de/wer-hat-anspruch-auf-leistungen–370.php, 12.01.18)

§ 10 BAföG. Auszubildende können grundsätzlich nur gefördert werden, wenn sie die Ausbildung, für die sie Förderung beantragen, vor Vollendung des 30. Lebensjahres – bzw. bei Masterstudiengängen vor Vollendung des 35. Lebensjahres – beginnen.“ (www.bafög.de/de/wer-hat-anspruch-auf-leistungen–370.php, 12.01.18)

Ausnahmen:

„In folgenden Fällen kann Ausbildungsförderung auch bei Überschreiten der jeweiligen Altersgrenze geleistet werden:

  • bei Absolventen des zweiten Bildungsweges
  • bei Studierenden, die ohne Hochschulzugangsberechtigung aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation eingeschrieben wurden
  • bei Personen in einer weiteren Ausbildung, die für den angestrebten Beruf rechtlich erforderlich ist
  • bei Personen in einer Zusatzausbildung, zu der der Zugang durch die vorherige Ausbildung eröffnet wurde
  • bei Auszubildenden, die aus familiären Gründen an der früheren Aufnahme der Ausbildung gehindert waren
  • bei Auszubildenden, die aufgrund einer einschneidenden Änderung der persönlichen Verhältnisse bedürftig wurden.

Die Ausbildung muss unverzüglich aufgenommen werden.

Bei Auszubildenden, die bei Erreichen des 30. bzw. 35. Lebensjahres eigene Kinder unter 10 Jahren ohne Unterbrechung erziehen und dabei nicht mehr als 30 Wochenstunden arbeiten, verschiebt sich die Altersgrenze bis zum 10. Geburtstag des Kindes.

Wichtig:

Ob bei Ihnen eine Ausnahme von der Altersgrenze möglich ist, können Sie durch einen Antrag auf Vorabentscheidung nach § 46 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 BAföG rechtzeitig vor Aufnahme der Ausbildung klären lassen. Örtlich und sachlich zuständig für die Vorabentscheidung ist das Amt, das nach Aufnahme der Ausbildung über den Antrag auf Ausbildungsförderung zu entscheiden hat. Im Falle einer positiven Entscheidung erlangen Sie eine gesicherte Rechtsposition, da die Entscheidung für den gesamten Ausbildungsabschnitt gilt. Art und Höhe der Leistung sind aber nicht Gegenstand der Vorabentscheidung. Hierüber kann erst bei Aufnahme der Ausbildung entschieden werden. Das Amt ist zudem nicht mehr an die Entscheidung gebunden, wenn Sie die Ausbildung nicht binnen eines Jahres nach Antragstellung beginnen.“ (www.bafög.de/de/altersgrenze-385.php, 12.01.

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Du hast es geschafft und den ersehnten Ausbildungsvertrag in der Tasche. Da das Ausbildungsgehalt vermutlich nicht so hoch ist und Du deinen Lebensunterhalt davon wahrscheinlich nicht alleine bestreiten kannst, stellt sich jetzt die Frage: „Wie finanziere ich mich?“

Erfreulicherweise könnte es sein, dass Du unter bestimmten Voraussetzungen Berufsausbildungsbeihilfe beantragen kannst, um deine Grundversorgung zu sichern.

Wenn Du in einer der folgenden Ausbildungen bist, hast Du je nach Höhe deiner Ausbildungsvergütung Anspruch auf BAB:

  • Berufsausbildung
  • berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme
  • oder eine Vorbereitung auf den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses

WICHTIG:

dass Auszubildende aufgrund der Entfernung des Ausbildungsplatzes nicht bei ihren Eltern wohnen.

Weitere Gründe für einen Anspruch:

  • B. wenn man schon Kinder hat oder verheiratet ist. Dann kann man auch in der Nähe der Eltern wohnen. Es können auch »schwerwiegende soziale Gründe« sein, warum jemand nicht bei seinen Eltern wohnt (§ 60 Absatz 2 Nr. 4 SGB III). Darauf kannst Du Dich z.B. bei Deinem Antrag auf BAB beziehen.

ACHTUNG!!!

Machst Du eine schulische Ausbildung, hast Du keinen Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe!

Es könnte aber sein, dass Du BAföG beantragen kannst. Siehe Punkt BAföG!!

Die BAB wird bei der örtlichen Arbeitsagentur beantragt. Weitere Infos findest du unter:

https://www.arbeitsagentur.de/bildung/ausbildung/berufsausbildungsbeihilfe-bab